Im Gespräch

Herr Späni, wie und wann entstand die SPAENI Grundstücke+Bauten AG?

Ich bin mit dem Bauen aufgewachsen und habe mein Leben lang in diesem Bereich gearbeitet, von 1977 bis 2012 als Inhaber und Leiter der Butti Bauunternehmung AG. Im Juni 2006 habe ich den Bereich der Liegenschaften aus der Bauunternehmung herausgelöst und in eine eigene Gesellschaft eingebracht. In den Jahren darauf habe ich beide Unternehmungen parallel geführt, wobei das Hauptgewicht meiner Tätigkeit der Bauunternehmung galt. 2011 konnte ich die Nachfolge für die Butti Bauunternehmung AG lösen, sodass ich mich seit dem 1. Januar 2012 ausschliesslich der SPAENI Grundstücke+Bauten AG widmen kann.

In welchen Gebieten ist die SPAENI Grundstücke+Bauten AG tätig?

Unsere Kompetenz liegt in der Projektentwicklung. Die Aufgabe, die Eigenheiten und das Potenzial von Grundstücken zu analysieren, Konzepte zur Bebauung zu entwickeln und diese zur Baureife zu bringen ist unsere Spezialität. Das gilt für unbebaute wie für bereits bebaute Grundstücke. Gerade bebaute Grundstücke können in vielen Fällen mit einem neuen Konzept und dem dazugehörigen Projekt in ihrer Nutzung optimiert werden. Diese Arbeiten erbringen wir für die eigenen Grundstücke und für Auftraggeber von aussen.

Worin besteht für Sie der Reiz von Projektentwicklungen?

Nebst der eigentlichen Aufgabe, konzeptionell funktionierende und wirtschaftlich interessante Bauprojekte entstehen zu lassen, ist es uns wichtig, zusammen mit anderen Menschen diese Projekte umzusetzen. Im Fokus liegt, die richtigen Geschäftspartner zu finden und Entwicklungen so zu leiten, dass sie für alle Beteiligten stimmig sind und Freude bereiten.

Ist das der Kern der Zusammenarbeit mit Ihren Kunden?

Ja. Wer uns als Partner wählt, vertraut darauf, dass ein Projekt umsichtig und seriös erarbeitet wird. Er weiss, dass sein Projekt zielgerichtet bearbeitet wird und dass allfällige Schwierigkeiten unterwegs uns nicht daran hindern, das Projekt zum Erfolg zu führen. Unsere Kunden können darauf zählen, dass sie mit einem Partner arbeiten, dem sie auch nach Jahren noch gerne begegnen.

Ist «Vertrauen» das Schlüsselwort?

Dem ist so! Ich erlebe, dass meine frühere Tätigkeit als Leiter der Bauunternehmung und mein Engagement in öffentlichen Gremien grosses Vertrauen geschaffen haben. Dieses Vertrauen in die Seriosität der Arbeit, die zielgerichtete Projektentwicklung und die Qualität der Arbeit bilden die Basis der Geschäftsbeziehungen. Die Menschen kommen mit ihren Fragen zu Grundstückentwicklungen und Bauprojekten auf mich zu, weil sie wissen, dass mir nachhaltige Entwicklungen wichtig sind.

Wie sehen Sie die Entwicklung im Immobiliensektor?

Die Entwicklung wird sich weiterhin verlangsamen. Fakt ist jedoch, dass Bauen ein Grundbedürfnis der Menschen abdeckt. Dies und die Tatsache, dass unser Bedürfnis nach eigenem Raum immer grösser wird, führen dazu, dass das Bauen und damit die Immobilienentwicklung in Zukunft ein ganz wichtiger Faktor unserer Wirtschaft sein und bleiben werden.

Haben wir noch Platz für neue Bauten?

Wir haben noch Platz für neue Projekte, wenn diese vermehrt auf bereits überbauten Grundflächen umgesetzt werden. Die bessere Nutzung bisher überbauter Flächen ist daher ein wichtiges und anspruchsvolles Thema unserer Zeit und der Zukunft.

Was sind die anstehenden Herausforderungen?

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Schweiz haben entschieden, bis auf weiteres nur wenig oder gar kein zusätzliches Bauland einzuzonen, was sich im neuen Raumplanungsgesetz zeigt. Die Herausforderung besteht darin, die anstehenden Aufgaben und Bedürfnisse innerhalb der bestehenden Flächen abzudecken. Projektentwicklung von bebauten Gebieten ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben, die es gibt. In den bebauten Gebieten – im Gegensatz zur grünen Wiese - sind viele Nachbarn unmittelbar betroffen. Es gilt bei jedem Projekt, die unterschiedlichsten Anliegen und Ansichten mit Umsicht und Sorgfalt einzubetten.